Nominiert 2016: Sandra Scheeres 16


Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Berlin: Sandra Scheeres.

Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Berlin: Sandra Scheeres.

Begründung: Die Situation der kulturellen und insbesondere der musikalischen Bildung ist nach wie vor desaströs.

Mit über 10.000 Schülerinnen und Schüler auf den Wartelisten der öffentlichen Musikschulen, die teilweise jahrelang warten müssen, sowie überproportional hoher Ausfall des Musikunterrichts insbesondere in der Grundschule ist sie eine „würdige“ Kandidatin für den Gordi.


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16 Gedanken zu “Nominiert 2016: Sandra Scheeres

  • Uwe Gaffrontke

    Leider belegt die Stadt Berlin mit der finanziellen Ausstattung ihrer Musikschulen einen der letzten Plätze im bundesweiten Ranking. Schlecht bezahlte Honoralehrer, die trotz fleißiger Arbeit eher schlecht als recht mit ihrem Beruf ihren Unterhalt bestreiten können. Ein SPD geführter Senat – der wie es aussieht – nicht im geringsten daran interessiert ist, für diese Berufsgruppe vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen ( obwohl es in ihrem Wahlprogramm steht ) und diese Bildungsinstitute so auszustatten, das sie ihren Aufgaben gerecht werden können. In der sogenannten Kosten- Leistungsrechnung des öffentlichen Dienstes stehen die Berliner Musikschulen verdammt gut da und Berlin ist eine wachsende Stadt. Aber – „Geiz ist Geil“. Wie soll künftigen Generationen Empathie für die schönen Dinge des Lebens und für andere Kulturen beigebracht werden, wenn der poltische Wille nicht da ist, in Kulturvermittlung zu investieren? Wir verspielen langsam aber sicher unser kulturelles Erbe.

  • juliane ebeling

    Sandra Scheeres: Sie hat durch Inkompetenz und jahrelanges Nichthandeln die Lage der kulturellen, besonders der musikalischen Bildung im Land Berlin extrem verschlechtert. Hier herrscht der absolute Notstand.
    Aber den politisch Verantwortlichen im Land Berlin ist nichts mehr peinlich. Nur wer das verinnerlicht hat, hält es überhaupt auf einem Senatsposten dauerhaft aus.
    Hoffen wir auf ihre Abwahl im September. Bis dahin sollte man ihr unbedingt den Gordi verleihen. Das würde ihrer Unsichtbarkeit und ihrer Untätigkeit eine große Öffentlichkeit verschaffen. Nachhilfe in Sachen Peinlichkeit.
    Ich würde ihr gerne die Laudatio halten.
    Juliane Ebeling, Berlin

  • Udo Agnesens

    Sandra liebt vielleicht Bier- und Bratwurstschlager, und musikalische Bildung mag ihr somit ein Widerspruch sein? Doch sollten wir nicht allzu sehr schimpfen, sonst gibts vielleicht bald gar keine Musikschule mehr. Es reicht doch heute ganz vorzüglich, einen mp3 player zu beherrschen. Da ist Musike drin. Welches Modell sie nutzen mag?

  • Michael Parker

    Ich bin seit über 20 Jahren als Musiklehrer tätig, aber was in den letzten Jahren an Missmanagment,Ignoranz und Unfähigkeit (trotz heren Zielen auf dem Papier) des Senats und der Bezirke abgeliefert wurde ist ein Trauerspiel. Und das macht Sandra Scheeres zur Nummer eins für den Musik-Gordi!

  • Lahiri, Irene

    Die Berliner Musikschulen leiden unter Unterfinanzierung, Raumnot und hohem bürokratischem Aufwand bei der Einzelabrechnung für den Unterricht. Nur das große Engagement der Lehrkräfte hält die Qualität einigermaßen aufrecht.

  • Undine Barge

    Sandra Scheeres die Meisterin der Ignoranz, gerade gut genug für den Gordi. Ein hoch auf die Musiklehrer, die der Altersarmut entgegen grooven….das juckt doch eine Frau Scheeres nicht.

  • C. Lenk

    Ich unterstütze die Nominierung von Sandra Scheeres! Sie tut nichts, um angemessene Arbeitsbedingungen für die wichtige Arbeit der Musikschulen mit den Berliner Kindern zu schaffen, nicht einmal im Wahljahr 2016!

  • Hans-Joachim Simon

    Obwohl ich annehme, dass sich die betroffene Senatorin kaum etwas aus dieser „Ehrung“ machen wird, unterstütze ich die Nominierung von Sandra Scheeres.

  • Bettina Schmidt

    Ich finde skandalös, wie unsere Kultur zugrunde gewirtschaftet wird! Und stimme den u.g. Kommentaren vorbehaltlos zu.

  • Horst Nonnenmacher

    Ich schliesse mich den vorangegangenen Kommentaren an, jeder, der hier mit den Berliner (bezirklichen) Musikschulen zu tun hat, kann ein Lied davon singen: Zuwenig Büropersonal, zuwenig Räumlichkeiten, zu lange Wartelisten, zu schlechte Bezahlung, zuviel und zu komplizierte Bürokratie (s. zuwenig Personal), nicht kompatible EDV software, zuviele Überstunden bei den zuwenigen Festangestellten, die Liste ist schier endlos….

  • Deborah Oskamp

    Ich unterstütze voll und ganz die Nominierung von Sandra Scheeres. Wären wir Musiker mit weniger pädagogischen Herzblut beim Unterrichten, würde heute gar kein Musikunterricht mehr stattfinden. Aber weil das Herzblut kaum meinen Unterhalt finanzieren kann bin ich sehr für die Nominierung.

  • Michael Benter

    Frau Scheeres sollte diesen Preis für Ihre bemerkenswerte Ignoranz gegenüber der desaströsen Situation der Berliner Musikschulen und deren Lehrer*innen und Schüler*inne auf jeden Fall erhalten!

  • Gesine Matthes-Weitzel

    Nach fast 30 Jahren Arbeit an der Musikschule als Honorarkraft eine Rentenerwartung zum Gott-Erbarmen, als Festangestellter mit Teilzeit plötzlich heimatlos im Honorarbereich , Chaos in den Verwaltungen und eine ewig nicht enden wollende Disskusion mit der Rentenversicherung – wir sehen und spüren jeden Tag, was Frau Scheeres offensichtlich nicht kann oder will – klarer Fall für den Gordi