Nominiert 2016: Benjamin-Immanuel Hoff 5


Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen

Begründung: Die Orchesterlandschaft in Thüringen steht für eine beispiellose Kulturelle Vielfalt und für die Bedeutung regionaler Kulturinfrastruktur. Nicht zuletzt Thüringen war das ausschlaggebende Argument, die Deutsche Orchester- und Theaterlandschaft das Gütesigel Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission zu verleihen.

Mit der Nominierung von Hoff für den Gordi würde sich vor allem der zweite Teil des Gordi-Preises, nämlich die Aufforderung zum Handeln, den gordischen Knoten zu durchschlagen, verbinden.  Bei aller Anerkennung von Hoffs Kommunikationsfähigkeiten zu der geplanten Reform zeichnen sich nach bereits gravierenden finanziellen und strukturellen Einschnitten weitere Abbaupläne ab, die die Spielfähigkeit wie zum Beispiel bei der geplanten Fusion von Eisenach und Gotha auf 56 Stellen (66 wäre das Minimum) in Frage stellen.


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5 Gedanken zu “Nominiert 2016: Benjamin-Immanuel Hoff

  • Matthias Masur

    Es zeichnet sich bereits ab, dass Prof. Dr. Benjamin Immanuel Hoff den diesjährigen Preis „Musik- Gordi“ erhalten wird.

    Aber:

    Eigentlich könnte man stolz auf Herrn Hoff sein:

    Er hat den Kulturetat Thüringens für das kommende Jahr erhöht.

    Aber:

    Ist das genug?

    Er hat in seinem Papier „Perspektive 2025“ eine Menge Fragen aufgeworfen.

    Einige dieser Fragen wurden in den öffentlichen Diskussionen an den Häusern angesprochen und beantwortet – aber lange nicht alle.

    Obwohl Herr Hoff als großes Ziel alle Standorte, die Vielfalt und Qualität erhalten möchte, scheint es im Augenblick – trotz vieler Vorgespräche – immer noch um die Vernichtung von viel zu vielen Arbeitsplätzen bis zum 31.12.2024 zu gehen.

    Das passt nicht zusammen!

    Nach wie vor werden die Verantwortlichkeiten für Tariferhöhungen und auskömmliche Finanzierung zwischen den Kommunen und dem Land hin und her geschoben, statt gemeinsam die Kultur auf ein stabiles Fundament zu stellen.

    Der Stellenabbau in der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft geht unterdessen ungebremst weiter, im technischen, wie auch im künstlerischen Personal…

    Die kulturelle Zukunft einer der führenden Industrie-Nationen könnte und sollte anders aussehen, gerade jetzt, wo die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sprudeln wie lange nicht.

    Herr Hoff hat immer noch eine Chance: er könnte versuchen, diesen Preis zu unrecht zu erhalten!
    Dazu müssten Finanzierungsvereinbarungen nicht nur „Personalzahlen“, sondern auch dazu passende Strukturen enthalten und
    finanziell klamme Kommunen/ Landkreise mit geeigneten ev. zweckgebundenen Geldern entlastet werden.